Suchtprävention

Suchtprävention an der RSplus Dudenhofen

Suchtprävention an der RSplus Dudenhofen bedeutet, dass wir in allen Jahrgangsstufen versuchen, unsere Schüler durch verschiedene Veranstaltungen in Kooperation mit außerschulischen Partnern (z.B. der Suchtberatungsstelle Nidro in Speyer oder mit Krankenkassen etc.) zu stärken.

So achten unsere Schulsozialarbeiterinnen bereits in der Orientierungsstufe darauf, dass soziales Miteinander gestärkt wird. Starke Kinder können auch „Nein“ zu Suchtmitteln sagen. In der 6. Klasse findet eine Aktion – „Ohne Kippe“ statt, indem wir versuchen, dass möglichst viele Schüler gar nicht erst anfangen zu rauchen.

In der 7. &8. Jahrgangsstufe findet  in Kooperation mit Martin Hügel von der Nidro Speyer/Germersheim einen Workshop „Always on- Umgang mit Handy& Co“ statt. Begleitend dazu gibt es einen Elternabend, an dem die Eltern auch Fragen zum Thema stellen können.

In der 8. Klasse gehen die Schüler dann zur Suchtberatungsstelle Nidro nach Speyer und können vor Ort Fragen an Frau Löhr von der Nidro stellen. Auch kommt zu diesen Besuchen meist ein Angehöriger eines Suchtbetroffenen, der aus dem Alltag erzählt. Durch den Besuch der Nidro wird den Schülern eine Hemmschwelle genommen und bei Bedarf finden sie leichter den Weg zur Nidro, sei es selbst als Betroffener oder um sich als Angehöriger einen Rat zu holen.

In der 9. &10. Klasse findet ein workshop zum Thema „Vom Pech Glück zu haben – Umgang mit Glücksspiel“ statt. Dieses Thema tritt gerade verstärkt bei Jugendlichen auf, da sie zum Beispiel Online-Games spielen und dabei zum Beispiel in Abofallen geraten etc.

Für alle 9. Klassen findet jährlich ein Vortrag zum Thema „Auswirkungen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft – Fetales Alkoholsyndrom FASD“ statt. Bei diesem Vortrag sollen die Schüler sensibilisiert werden, dass der Alkoholkonsum in der Schwangerschaft zu dauerhaften Gesundheitsschäden beim Kind führen kann, die zu 100% vermeidbar sind.

Zusätzlich zu den regelmäßigen Informationsveranstaltungen und Workshops, kommen noch Sonderveranstaltungen hinzu, wie zum Beispiel die Veranstaltung „Mit Sicherheit online“, die dieses Jahr von der Sparkasse Vorderpfalz für Schüler der Schulen aus Speyer und Umgebung finanziert wurde. Außerdem gibt es Workshops zum Thema Alkoholkonsum „ Tom und Lisa“, Veranstaltungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Wir nehmen jedes Jahr an der Nacoa – Woche teil, in dem das Thema „Angehörige von Suchtabhängigen- Was kann ich tun?“ in einzelnen Klassen im Unterricht thematisiert wird.

Wir beraten in der Schule Eltern & Schüler und vermitteln Kontakte von entsprechenden Beratungsstellen. Bei Fragen können Sie sich gerne an Frau Scholl wenden, die an unserer Schule die Suchtberatungslehrkraft ist oder an die beiden Schulsozialarbeiterinnen Frau Gronbach und Frau Kugler. Das Thema Suchtprävention an Schulen ist gesetzlich geregelt. Im Folgenden erhalten Sie einen Auszug vom Bildungsserver Rheinland-Pfalz zu diesem Thema:

(written by Kerstin Scholl)

 

Suchtprävention an Schulen

Suchtprävention ist ein pädagogischer Auftrag der Schule im Rahmen des § 1 Abs. 2 des Schulgesetzes. Daraus ergeben sich Aufgaben für jede Schulleitung, jede einzelne Lehrkraft und für jede einzelne Schule. Die Schulbehörden unterstützen Maßnahmen an den Schulen, die der Suchtprävention dienen.

Suchtprävention geht im Rahmen des Erziehungs- und Bildungsauftrages der Schule von einem ursachenzentrierten, ganzheitlichen Ansatz aus. Sie setzt sich mit den Ursachen von Sucht auseinander, zeigt gesellschaftliche und individuelle Bedingungen für süchtiges Verhalten auf und weist auf den Zusammenhang zwischen Suchtmittelkonsum und Konfliktsituation hin.

Die Suchtprävention basiert auf einem erweiterten Suchtbegriff, der sowohl substanzbezogene Süchte als auch handlungsbezogene Süchte beinhaltet.

Sie soll dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler sich den alltäglichen Lebensanforderungen stellen können, konflikt- und kommunikationsfähig und zu einem auf Respekt und Achtung gegründeten Umgang mit ihren Mitmenschen bereit sind.

Die suchtpräventiven Strukturen bieten allen Beteiligten (Schulleitung, Kollegium, Eltern, Schulsozialarbeit, nicht-pädagogisches Personal, Schülerinnen und Schüler) einen verlässlichen Rahmen. Die Maßnahmen sollen Schülerinnen und Schüler für Suchtprävention und ihre Zielsetzungen interessieren und sensibilisieren sowie zu einem gesundheitsgerechten Verhalten motivieren und qualifizieren.

Wie in anderen Settings der Suchtprävention sind auch in der schulischen Suchtprävention eher langfristig ausgerichtete Maßnahmen mit Kontinuität erforderlich. Nur dadurch können die wichtigen Ziele der Persönlichkeitsstärkung erreicht werden. Verhalten verändert sich nicht durch einzelne Maßnahmen. In der Schule sollten weniger suchtpräventive Einzelmaßnahmen im Zentrum stehen, sondern ein Gesamtkonzept, das regelmäßige suchtpräventive Aktivitäten festschreibt.

Wichtigste Aufgabe ist dabei die Stärkung der Persönlichkeit durch die Förderung von Selbstvertrauen und sozialer Kompetenzen, um Jugendliche widerstandsfähig gegenüber Risikofaktoren zu machen (Resilienz). (Quelle Bildungsserver Rheinland-Pfalz)

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